Aktualisiert am 08.09.2022

Nasen­neben­höhlen­entzündung - Was hilft?

Welche unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Nasennebenhöhlenentzündungen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die typischen Beschwerden einer Rhinosinusitis zu lindern. Diese reichen von einfachen Hausmitteln über pflanzliche Arzneistoffe bis hin zu antibiotischen Therapeutika. Ziel der meisten Behandlungen ist es, den festsitzenden Schleim zu lösen und dadurch den Abtransport sowie die Atmung durch die Nase wieder zu erleichtern. Grundsätzlich stehen folgende Behandlungsoptionen zur Verfügung:

  • pflanzliche Arzneimittel wie Sinupret® eXtract
  • abschwellende Nasentropfen und -sprays
  • Antibiotika (nur in Ausnahmefällen notwendig) 
  • Hausmittel wie Salzlösungen und Dampf-Inhalationen 

Die einzelnen Optionen lassen sich in der Regel auch gut kombinieren. Bei einigen abschwellenden Nasentropfen und -sprays ist allerdings Vorsicht geboten, hier darf eine bestimmte Anwendungsdauer nicht überschritten werden. Wenn sich die Beschwerden unter der Therapie über mehrere Tage hinweg nicht bessern, sollten Sie lieber Ihren HNO-Arzt aufsuchen, damit die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.


Pflanzliche Arzneimittel

Wie gut wirken pflanzliche Präparate bei Nasennebenhöhlenentzündungen?

Pflanzliche Mittel sind gerade bei typischen Sinusitis- und Erkältungssymptomen eine lang bewährte Behandlungsoption. Die darin enthaltenen Heilpflanzen haben einen schleimlösenden Effekt und bekämpfen gleichzeitig die entzündliche Schwellung sowie die damit verbundenen Symptome.

Im Vergleich zu anderen medikamentösen Therapeutika wie abschwellenden Nasensprays sind pflanzliche Medikamente wesentlich schonender und nebenwirkungsärmer. Deshalb können sie in der Regel auch über einen längeren Zeitraum hinweg angewendet werden, ohne dass Betroffene mit Folgeproblemen und möglichen Nebenwirkungen rechnen müssen.

Welche pflanzlichen Medikamente helfen bei einer Rhinosinusitis?

Pflanzliche Präparate wie Sinupret® eXtract enthalten beispielsweise gleich mehrere Heilpflanzen mit unterschiedlichen Effekten. Die 5-Pflanzen-Kombination auf Extraktbasis aus Enzian, Eisenkraut, Holunder, Ampfer und Schlüsselblume bietet das Plus an Wirkung:

  • der zähe, festsitzende Schleim wird gelöst und der natürliche Abtransport so erleichtert
  • die Schwellung der Nasenschleimhaut wird reduziert und die Nasenatmung dadurch wieder verbessert
  • begleitende Symptome wie Druckkopfschmerz und Gesichtsschmerz lassen nach
  • kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden

Mehr zur Wirkung und Anwendung von Sinupret® eXtract lesen Sie hier: Sinupret® eXtract

Wie gut helfen Meersalz-Nasensprays?

Auch Nasensprays auf Meersalzbasis können zur Erleichterung der Nasenatmung beitragen. Neben der Meersalzlösung enthalten solche Nasensprays oftmals noch Aloe Vera oder andere Substanzen, die einen beruhigenden Effekt auf die gereizten Schleimhäute haben.

Anders als Nasensprays- und tropfen mit Wirkstoffen wie Xylometazolin, Oxymetazolin oder Ipratropiumbromid, haben Präparate auf Meersalzbasis den großen Vorteil, dass sie weniger Nebenwirkungen haben und es nach dem Absetzen nicht zu dem sogenannten Rebound-Effekt  kommt. Gerade bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen eigenen sich diese Meersalz-Nasensprays daher deutlich besser, da sie auch über längere Zeit angewendet werden können.


Nasensprays und Schmerzmittel

Welche abschwellenden Nasensprays gibt es und wie wirken sie?

Abschwellende Nasentropfen oder -sprays, sogenannte Dekongestiva, bewirken eine Verengung der Blutgefäße und reduzieren so die Schwellung der Nasenschleimhaut. Dadurch wird zwar schnell die Atmung durch die Nase wieder erleichtert, der festsitzende Schleim wird, anders als bei den meisten pflanzlichen Präparaten, jedoch nicht gelöst. Außerdem sind diese Mittel nur für die kurzzeitige Anwendung geeignet, da sonst die Gefahr des sogenannten Rebound-Effekts besteht. 

Abschwellende Sprays und Tropfen mit folgenden Wirkstoffen sollten daher nur für kurze Zeit bzw. nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden:

  • Xylometazolin
  • Oxymetazolin
  • Ipratropiumbromid

Achten Sie außerdem darauf, möglichst Präparate ohne Konservierungsstoffe zu verwenden, das reduziert das Risiko des Rebound-Effekts.

Warum dürfen manche Nasensprays nicht zu lange angewendet werden?

Durch die regelmäßige Anwendung solcher Nasensprays gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an die darin enthaltenen Wirkstoffe. Beim Absetzen kann dies dazu führen, dass die Nase in der ersten Zeit auch im Normalzustand angeschwollen und die Nasenatmung dadurch behindert ist. Mediziner sprechen hier von dem sogenannten Rebound-Effekt.

Bei langer Anwendung oder übermäßigem Gebrauch kann es sogar zu einer irreversiblen Rückbildung der Schleimhaut kommen. Dadurch wird diese anfälliger für Infektionen und Entzündungen, was im schlimmsten Fall zum Krankheitsbild der sogenannten „Stinknase“ (Ozaena) führen kann.

Welche Schmerzmittel helfen gegen Druckkopfschmerz?

Bei starken Kopf- oder Gesichtsschmerzen können Betroffene auch schmerzlindernde Medikamente einnehmen. Gegen die Schmerzen eignen sich am besten Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol. Bei mehrtägiger Einnahme von Ibuprofen oder bekannten Magenproblemen sollten Betroffene zusätzlich einen sogenannten Magenschutz (Pantoprazol, Omeprazol etc.) einnehmen.


Antibiotika

Müssen bei einer Rhinosinusitis bzw. Sinusitis immer Antibiotika gegeben werden?

Nein, bei den meisten akuten Rhinosinusitiden sind keine Bakterien, sondern Viren die Ursache der Entzündung. Dagegen helfen Antibiotika nicht. Im Gegenteil, die Einnahme ohne vorliegende bakterielle Infektion kann die Entstehung von Resistenzen fördern und darf deshalb nur bei dem Verdacht auf eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung verordnet werden.

Manchmal kann auch zusätzlich zu einer viralen Entzündung eine bakterielle hinzukommen, eine sogenannte sekundäre Infektion oder Superinfektion. Betroffene leiden in der Regel unter hohem Fieber und starken Schmerzen. Bei mehr als 10 Tagen anhaltenden und sich nicht bessernden Beschwerden bzw. bei Auftreten neuer Symptome sollte daher immer möglichst zeitnah ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden.


Hausmittel

Welche Hausmittel helfen am besten bei einer Sinusitis?

Um die Symptome einer Rhinosinusitis zu lindern, können Betroffene neben den genannten Behandlungsoptionen auch auf einige bewährte Hausmittel zurückgreifen.

Nasendusche und Dampf-Inhalation bei Sinusitis

Nasenduschen mit Salzlösungen und Dampf-Inhalationen mit ätherischen Ölen beispielsweise helfen dabei, den festsitzenden Schleim zu lösen und die Atmung durch die Nase zu erleichtern.

Weitere Hausmittel und Tipps erhalten Sie hier: Hausmittel und Tipps 


Verhaltenstipps

Was sollte ich bei einer Nasennebenhöhlenentzündung tun, was auf keinen Fall?

Bei einer Rhinosinusitis sollten Sie Ihren Körper und Ihre Abwehrkräfte bestmöglich unterstützen. Dafür gibt es einige Verhaltenstipps:

  • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme: Trinken Sie reichlich, etwa 2 Liter pro Tag sollten es sein, am besten über den Tagesverlauf verteilt. Dabei eignen sich vor allem Getränke ohne Zucker wie stilles Wasser, Tees oder Brühe. Stark zuckerhaltige Getränke wie Limonaden, Cola oder Fruchtsäfte sollten Sie lieber vermeiden. 
  • Ruhe und Schlaf: Während der Erkrankungsphase sollten Sie sich viel ausruhen und auf ausreichend Schlaf achten, damit unterstützen Sie Ihr Abwehrsystem am besten. Reduzieren Sie, wo möglich, Ihren Arbeitsstress und legen Sie auch im Alltag zwischendurch Pausen ein. 
  • Verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol: Rauchen und das Trinken von Alkohol strengen Ihren Körper und das Immunsystem zusätzlich an und sollten daher bis zum Abklingen der Symptome möglichst vermieden werden.

Wann muss ich mit einer Rhinosinusitis bzw. Sinusitis zum Arzt?

In den meisten Fällen ist bei einer Rhinosinusitis kein Arztbesuch notwendig. Sollten die Beschwerden sich innerhalb von zwei Wochen unter der Selbstbehandlung nicht bessern, sich verschlechtern oder neue Symptome hinzukommen, ist es allerdings ratsam dies einmal ärztlich untersuchen zu lassen. Möglicherweise liegt eine andere Ursache als ein viraler Infekt vor und die Behandlung muss gegebenenfalls angepasst werden. Auch immer wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen sind ein Grund für eine ärztliche Abklärung.

Mehr dazu lesen Sie hier: Wann zum Arzt?


Bildnachweise

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