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Aktualisiert am 14.06.2024

Allergien und Heuschnupfen: Was tun gegen die verstopfte Nase?

Besonders im Frühling und im Sommer melden sich bei vielen Betroffenen Allergien mit unangenehmen Symptomen wie einer laufenden Nase, Juckreiz, brennenden und tränenden Augen und Müdigkeit. Die Rede ist meist von einem klassischen Heuschnupfen (Pollenallergie). Was genau ist eine Allergie, wieso leidet man so häufig unter einer verstopften Nase und was hilft dagegen? Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr.

Inhaltsverzeichnis

Lesedauer: 5 Minuten

Wichtige Begriffe und Grundlagen

Was ist eine Allergie und wie entsteht sie?

Bei einer Allergie handelt es sich um eine Immunreaktion des Körpers. Anders als bei einer Infektion richtet sich diese jedoch nicht gegen Krankheitserreger, sondern gegen eigentlich harmlose Substanzen, sogenannte Allergene. Diese Allergene sind im Fall eines Heuschnupfens meist Pollen von unterschiedlichen Pflanzen. Deswegen spricht man hierbei auch von einer sogenannten Pollenallergie. Allergien können je nach Auslöser saisonal oder das ganze Jahr auftreten.

Die Allergene, in diesem Fall Pollen, gelangen über die Luft in die oberen Atemwege (Nase, Nasennebenhöhlen und Rachenraum) und Augen. Dort lösen sie eine allergische Reaktion in den Schleimhäuten aus und es kommt zu einer Entzündung. Diese Entzündungsreaktion führt dann je nach Lokalisation zu den typischen Symptomen wie Schnupfen, Juckreiz und tränenden Augen.

Was ist ein allergischer Schnupfen?

Allergischer Schnupfen ist ein anderer Begriff für den umgangssprachlich verwendeten Ausdruck Heuschnupfen. Mediziner sprechen auch von einer allergischen Rhinitis.

Allergischer Schnupfen = Heuschnupfen = allergische Rhinitis

Bei den Betroffenen kommt es durch Kontakt zu Pollen oder auch Hausstaubmilben zu allergischen Reaktionen im Bereich der Nasenschleimhaut (Rhinitis) und der Augen (allergische Bindehautentzündung).

In etwa 25 % der Fälle tritt bei einem allergischen Schnupfen begleitend auch eine Nasennebenhöhlenentzündung auf. Nase und Nasennebenhöhlen sind über mehrere Öffnungen und Gänge miteinander verbunden, die durch die gleiche Schleimhaut ausgekleidet sind. Daher kann sich die Entzündung von der Nasenschleimhaut auf die angrenzenden Nasennebenhöhlen ausbreiten.

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Welche Allergien lösen eine verstopfte Nase aus?

Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung sind sehr häufige Symptome bei Pollenallergien, also bei Heuschnupfen. Die Allergene, sprich die allergieauslösenden Pollen, können dabei von ganz unterschiedlichen Pflanzen stammen.

Viele Pollenallergien werden hierzulande durch den Blütenstaub verschiedener frühblühender Bäume wie Birke, Erle oder Haselnuss ausgelöst. Auch Pollen von Gräsern wie Roggen, Gerste oder Hafer gehören zu den häufigen Auslösern. Meist reagieren Allergiker, die auf eine Gräserart allergisch reagieren, auch auf andere Gräserpollen.

Wenn man das ganze Jahr über unter Heuschnupfen-Symptomen leidet, liegt in der Regel eine allergische Reaktion gegen Allergene in der Wohnung vor, z. B. Hausstaubmilbenkot, Tierschuppen oder Schimmel. Die Symptome sind dabei die gleichen wie bei Allergien gegen Pollen. 

Wie erkenne ich einen allergischen Schnupfen?

Heuschnupfen ist mittlerweile sehr häufig verbreitet, in Deutschland leidet etwa jeder vierte bis fünfte Mensch darunter. Typischerweise äußert sich so ein allergischer Schnupfen durch folgende Symptome:

  • Schnupfen
  • Juckreiz (Nase, Rachen und Augen)
  • gerötete und tränende Augen
  • Halsschmerzen
  • Niesen
  • Kopfschmerzen (vor allem in der Stirnregion durch verstopfte Nasennebenhöhlen)
  • Müdigkeit

Fühlt sich an wie eine Erkältung

Betroffene fühlen sich häufig wie bei einem grippalen Infekt, und tatsächlich verläuft ein Heuschnupfen auch ähnlich. Im Gegensatz zu einer Erkältung wird die Entzündung der Schleimhäute nicht durch Krankheitserreger verursacht, sondern durch allergieauslösende Stoffe. 


Behandlungsmöglichkeiten

Was hilft gegen eine verstopfte Nase bei Allergien?

Gegen die unangenehmen Symptome gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch immer die bestmögliche Vermeidung der auslösenden Allergene. Für die konkrete Umsetzung im Alltag gibt es hierbei einige Tipps:

Pollenflug beachten

Im Fall einer Pollenallergie heißt das, lange Aufenthalte im Freien bei starker Pollenbelastung in der Luft zu reduzieren. Mittlerweile gibt es für jede Region eigene Pollenflugprognosen, d. h. Allergiker können ähnlich wie in einer Wetter-App vor dem Verlassen des Hauses prüfen, wie stark die Pollenbelastung aktuell in ihrer Region ist. Natürlich kann man nicht den ganzen Frühling oder Sommer in der Wohnung verbringen, aber beispielsweise sollten Allergiker eine längere Radtour oder Wanderung im Freien eher an einem Tag planen, an dem die Pollenbelastung gering ist.

Auch für das Zuhause gibt es einige praktische Tipps. Beispielsweise kann die Anschaffung eines Luftreinigers zur Reduzierung der Symptome beitragen. Dieser filtert die typischen Allergene aus der Luft und reduziert so die Pollenbelastung in der Wohnung. Zudem sollte häufiges und langes Lüften vermieden werden.

Möglichst staubfreies Zuhause bei Hausstaubmilben-Allergie

Bei Betroffenen mit einer Allergie gegen Hausstaubmilbenkot muss vor allem darauf geachtet werden, dass sich möglichst wenig Staub in der Wohnung befindet. Auch hier kann ein spezieller Luftreiniger helfen. Vor allem sollten jedoch regelmäßig die eigenen vier Wände gereinigt werden – einschließlich Staubsaugen, Staubwischen und Nasswischen. Auch Bettwäsche, Kissenbezüge und Decken sollten regelmäßig heiß gewaschen werden. Es gibt zudem spezielle Bettbezüge (sogenannte Encasings), die eine Milbenbesiedlung verhindern.

Außerdem wird empfohlen, dass Allergiker alle Gegenstände entfernen bzw. entsprechend verstauen, die Staub ansammeln – beispielweise Bücher, Zeitschriften und Plüschtiere.

Medikamente gegen allergische Symptome

Neben den vorbeugenden Maßnahmen gibt es auch verschiedene Medikamente gegen die unangenehmen Symptome. Abschwellende Nasensprays, Augentropfen und Tabletten, sogenannte Antihistaminika, können dabei helfen, die Beschwerden zu lindern. Diese wirken jedoch oft nur kurzfristig.

Als langfristige Behandlung steht die sogenannte Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt, zur Verfügung. Hierbei wird der Körper Schritt für Schritt über mehrere Jahre an die allergieauslösenden Stoffe „gewöhnt“, mit dem Ziel, dass die übermäßige Reaktion auf diese Stoffe auf Dauer ausbleibt.

Welche pflanzlichen Mittel helfen, wenn sich der allergische Schnupfen auf die Nasennebenhöhlen ausbreitet?

In 25% der Fälle kann aus einem allergischen Schnupfen eine Nasennebenhöhlenentzündung entstehen. Dann können pflanzliche Arzneimittel wie Sinupret eXtract® helfen. Die darin enthaltenen Heilpflanzen Enzianwurzel, Eisenkraut, Holunderblüten, Sauerampferkraut und Schlüsselblumen haben schleimlösende und antientzündliche Effekte. Durch diese 5-Pflanzen-Kombination wird nicht nur der Schleim effektiv gelöst, sondern auch die entzündliche Schwellung der Nasenschleimhaut bekämpft und so das Durchatmen durch die Nase wieder erleichtert. Pflanzliche Arzneimittel haben den Vorteil, dass sie sehr gut verträglich sind und auch ergänzend zu abschwellenden Nasensprays eingenommen werden können.

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Allergie und verstopfte Nase – die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick

Welches Nasenspray hilft gegen eine verstopfte Nase bei Allergien?

Bei einer allergisch bedingt verstopften Nase können abschwellende Nasensprays helfen. Diese enthalten in der Regel Kortison oder sogenannte Antihistaminika. Dadurch wird die Entzündung in den Schleimhäuten gelindert und die Schwellung geht zurück.

Solche abschwellenden Nasensprays sollten jedoch immer nur kurzfristig angewendet werden, in der Regel nicht länger als einige Tage hintereinander. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Nasenschleimhaut an die Inhaltsstoffe gewöhnt und nach Absetzen noch stärker anschwillt.

Ergänzend zu abschwellenden Nasensprays können auch pflanzliche Arzneimittel wie Sinupret eXtract® eingenommen werden. Die darin enthaltenen Pflanzenstoffe wirken schleimlösend und abschwellend.

Nase verstopft: Allergie oder Erkältung?

Die Symptome einer Erkältung sind oft sehr ähnlich zu denen eines klassischen Heuschnupfens (allergische Rhinitis). Auch hier läuft die Nase, der Hals kann kratzen und die Augen tränen. Hintergrund ist, dass es bei beiden Erkrankungen zu einer Reizung und dadurch Entzündung der Schleimhäute in den Atemwegen kommt. Die Folgen sind Anschwellen der Nasenschleimhaut und eine vermehrte Sekretabgabe – der typische Schnupfen.

Einziger Unterschied ist der Stoff, der die Entzündungsreaktion auslöst. Bei einer Erkältung sind es Krankheitserreger, bei einem allergischen Schnupfen Allergene, meist Pollen, Tierschuppen oder Hausstaubmilben.

Warum hat man nachts eine verstopfte Nase?

Wer vor allem zuhause und nachts unter typischen Heuschnupfen-Symptomen leidet, reagiert möglicherweise auf Hausstaubmilbenkot, Tierschuppen oder Schimmel. In Bettdecke, Kissen und Matratze finden sich oft besonders viel Allergene, die durch die unmittelbare Nähe zu Mund und Nase dann direkt in die oberen Atemwege gelangen.  


Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Sonia Trowe, Medizinjournalistin

Dr. med. Sonia Trowe
Medizinjournalistin

    Studium:
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
    Berufliche Stationen:
  • BG Klinikum Hamburg, iDerm, Dermatologische Gemeinschaftspraxis in Hamburg

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Medizinjournalistin

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Medizinjournalistin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung

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