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Behandlung und Selbsthilfe bei Erkältung

Lesedauer: 4 Minuten


Erkältung - Was hilft wirklich?

"Eine Erkältung dauert ohne Behandlung sieben Tage und mit Behandlung eine Woche", lautet ein bekannter Merksatz.

Dennoch gibt es einiges, was Sie einnehmen und anwenden können, um besser durch die Erkrankung zu kommen. Neben altbewährten Hausmitteln steht ein riesiges Arsenal an rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln dafür bereit.

Doch was davon hilft wirklich?


Erkältungsmittel: viel Angebot, wenig nachgewiesene Wirkung

Die wichtigsten Faktoren für die Heilung einer Erkältung sind Zeit und Ruhe. Denn in den meisten Fällen sind Viren die Auslöser für die Erkrankung. Sie lassen sich nicht einfach wegtherapieren. Den Job muss Ihre Körperabwehr letztlich selbst erledigen. Das dauert seine Zeit. Mit Ruhe und Schonung halten Sie Ihrem Immunsystem dabei den Rücken frei. Ein Arztbesuch ist bei einer einfachen Erkältung normalerweise nicht erforderlich.

Zusätzlich zur Schonung und den bekannten Hausmitteln gibt es einige Präparate in der Apotheke, deren Anwendung bei einer Erkältung durchaus empfehlenswert sein kann. Hier muss man aber auf zwei Dinge achten:

  • Es gibt Mittel, die sehr oberflächlich wirken und in der Regel auch als Medizinprodukte eingestuft werden. Auch gibt es Arzneimittel, deren Wirkung eher einseitig ist - bspw. Nasensprays, die kurzfristig abschwellend wirken, aber keine weiteren Symptome einer Erkältung lindern
  • Dazu gibt es unter den vielen angebotenen Produkten nur wenige, deren Wirksamkeit bisher in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden ist.
  • Unser Tipp: Fragen Sie in der Apotheke nach und lassen Sie sich ausführlich beraten!

Ein solcher Wirksamkeitsnachweis liegt zum Beispiel vor für das pflanzliche Arzneimittel Sinupret® eXtract bei Nasennebenhöhlenentzündung mit Schnupfen. Das Phytotherapeutikum enthält die fünf Heilpflanzen Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunder und Eisenkraut, die auch von Sinupret® bekannt sind, aber in vierfach höherer Konzentration*. Die symptomlindernde und krankheitsverkürzende Wirkung von Sinupret® eXtract wurde wissenschaftlich nachgewiesen.

    Weitere Therapeutika, die den gesamten Erkältungsverlauf angehen, aber bisher ohne eindeutigen Wirksamkeitsnachweis, sind:

    • Nahrungsmittel mit Probiotika, v.a. Lactobazillen und Bifidobakterien. Hier gibt es bei unkomplizierten Atemwegsinfektionen Hinweise auf einen leicht verkürzenden Effekt.
    • Zink kann zwar die Dauer und Schwere von Erkältungsepisoden bei Erwachsenen nachweislich reduzieren. Die in den Untersuchungen verwendete Menge des essenziellen Spurenelements lag allerdings weit über der Dosierung von handelsüblichen Zink-Tabletten.
    • Für Vitamin C mangelt es trotz seines guten Rufs bisher am Nachweis eindeutiger therapeutischer Effekte bei Erkältungen.

    *Eine 4-fache Konzentration ist nicht gleichzusetzen mit der 4-fachen Wirksamkeit. Die 4-fache Konzentration bezieht sich auf Ø 720 mg eingesetzte Pflanzenmischung in Sinupret extract (entspricht 160 mg Trockenextrakt) im Vergleich zu 156 mg Pflanzenmischung in Sinupret forte, bzw. auf die die Wirkeigenschaften mitbestimmenden Bioflavonoide.

     


    Was bringen pharmazeutische Erkältungs-Cocktails?

    In der Apotheke werden darüber hinaus reichlich Grippemittel oder Erkältungssäfte mit chemischen Wirkstoff-Kombinationen angeboten, vorzugsweise auch noch mit einem Zusatz an Vitamin C. Die synthetischen Präparate sollen möglichst alles auf einmal bewirken: Fieber senken, Schmerzen lindern, aufputschen oder beruhigen. Die Nützlichkeit dieser Kombi-Medikamente ist in der Wissenschaft allerdings umstritten.

    Aus Patientensicht erscheint es vorteilhaft, mit nur einem Medikament gleich mehrere Symptome behandeln zu können. Die Beschwerden variieren aber sowohl im zeitlichen Verlauf als auch von Episode zu Episode. Die kombinierten Wirkstoffe werden dann möglicherweise nicht alle gleichzeitig benötigt. Da Arzneistoffe neben erwünschten meistens auch unerwünschte Eigenschaften aufweisen, wird der Körper in diesem Fall unnötig belastet. Antihistaminika etwa können müde machen, Koffein kann zu Herzrasen, Blutdruckerhöhung oder Unruhe führen. Manche Experten sehen deshalb die Anwendung dieser Arzneimittel-Cocktails eher kritisch.

    Nun noch zu den Mitteln, die spezifische Erkältungssymptome lindern können.


    Was hilft gegen eine verstopfte Nase?

    Kurzfristig gegen die verstopfte Nase helfen, können abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen, z.B. mit Xylometazolin ode Oxymetazolin. E für einen besseren Nachtschlaf. Länger als 3 Tage am Stück sollten Sie die Mittel jedoch nicht einsetzen. Den Schleimhäuten tut die Daueranwendung nicht gut. Zudem besteht die Gefahr einer Gewöhnung, die am Ende sogar selbst Ursache für einen chronischen Schnupfen sein kann.

    Längerfristig kann hier auch Sinupret® Abhilfe schaffen. Sinupret® eXtract geht auf zwei Wegen gegen Nasennebenhöhlenentzündung mit Schnupfen vor: Es löst den festsitzenden Schleim und lässt die entzündeten Schleimhäute abschwellen. So können Sie schneller wieder frei durchatmen und der lästige Druckkopfschmerz verschwindet. Sinupret eXtract können Sie 2 Wochen einnehmen, damit Sie sich schneller wieder besser fühlen!


    Was hilft gegen Fieber?

    Ähnlich wie der produktive Husten gehört auch das Fieber zu den körpereigenen Abwehrmechanismen. Es hilft dem Organismus im Kampf gegen die Erreger. Leichtes bis mäßiges Fieber muss deshalb nicht gleich gesenkt werden. Falls doch, bieten sich als bewährtes Hausmittel Wadenwickel an. Medikamentös kommen u.a. Ibuprofen oder Paracetamol in Frage, die zusätzlich schmerzlindernd wirken.

    Hält hohes Fieber über 39 Grad trotz Gegenmaßnahmen länger als drei Tage an, sollten Sie den Arzt aufsuchen oder kommen lassen. Möglicherweise steckt dann eine bakterielle Infektion dahinter oder es handelt sich um eine echte Grippe.


    Erkältungstees - gesicherte Wirkung durch Wärme und Wasser

    Bei Husten und Schnupfen avanciert der Erkältungstee häufig zum Hauptgetränk. Wärme und Wasser - das tut dem Körper bei einer Erkältung auf jeden Fall gut.

    Auch den pflanzlichen Inhaltsstoffen im Tee werden positive Effekte zugeschrieben. Lindenblüten wirken schweißbildend, Thymian und Holunderblüten schleimlösend, Weidenrinde schmerzlindernd, um nur einige zu nennen.

    Allerdings ist die Konzentration der Pflanzenextrakte im Aufguss oft eher dürftig. Das gilt auch für die wissenschaftlichen Belege der spezifischen Wirksamkeit von Erkältungstees.


    Ätherische Öle zum Einreiben und für Erkältungsbäder

    Neben den bereits erwähnten Wadenwickeln zählen Dampfinhalationen mit Kamille oder Salz zu den bewährten Hausmitteln bei einer Erkältung.

    Beliebt sind auch ätherische Öle, sei es zum Einreiben oder als Bademixtur. Ihr Wirkprinzip beruht u.a. auf einer Aktivierung der Flimmerhärchen in der Nasen- und Bronchialschleimhaut. Dadurch wird der Abtransport des Erkältungsschleims gefördert und ein freieres Atmen mit verbesserter Sauerstoffversorgung begünstigt.

    Der wissenschaftliche Nachweis für den Nutzen der ätherischen Öle ist allerdings noch dürftig. Zudem sind sie für Patienten mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen sowie für Kleinkinder unter zwei Jahren ungeeignet, da sie zu Atemnot führen könnten.


    Erkältungskrankheiten - eine Domäne der Pflanzenheilkraft

    Seit jeher leiden Menschen unter Erkältungen. Entsprechend reichhaltig ist das überlieferte Wissen über die Heilkräfte der Natur, die zur Linderung der Beschwerden genutzt werden können. Praktisch alle Erkältungssymptome sind mit einer Kombination aus Hausmitteln und pflanzlichen Arzneistoffen gut behandelbar - von der verstopften Nase, über den Husten bis zu Halsschmerzen und Fieber. 


    *Eine 4-fache Konzentration ist nicht gleichzusetzen mit der 4-fachen Wirksamkeit. Die 4-fache Konzentration bezieht sich auf Ø 720 mg eingesetzte Pflanzenmischung in Sinupret extract (entspricht 160 mg Trockenextrakt) im Vergleich zu 156 mg Pflanzenmischung in Sinupret forte, bzw. auf die die Wirkeigenschaften mitbestimmenden Bioflavonoide.

     

    ¹Bachert et al. (2013), 84. Jahresversammlung der DGHNO e.V., Bonn 8.-12. Mai 2013. Kongress Poster. Klinischer Vergleich Sinupret extract vs. Placebo.

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