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Aktualisiert am 30.09.2022

Nasen­neben­höhlen­entzündung ohne Schnupfen

Eine Nasennebenhöhlenentzündung ohne Schnupfen ist eher selten. In diesen Fällen wird kein Sekret abgesondert.

Fast jeder Erwachsene kennt die typischen Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung, medizinisch auch Sinusitis genannt. Dazu gehören vor allem:

  • eine verstopfte Nase mit einem festsitzenden Schnupfen
  • ein Druckkopfschmerz

Doch wie kommt es überhaupt zu diesen klassischen Anzeichen bzw. Symptomen mit zum Teil starken Kopfschmerzen und sogar Zahnschmerzen? Welche entscheidende Rolle hat der Schnupfen bei der Entstehung einer akuten Rhinosinusitis? Kann eine akute Nasennebenhöhlenentzündung auch mit Komplikationen einhergehen?

Der virale Infekt der Nase, also der einfache Schnupfen, ist auf die Nasennebenhöhlen übergegangen, und weil diese im Kiefer- und Stirnbereich liegen, schmerzen vor allem der Gesichtsbereich und die Stirn. Besonders beim Vorbeugen des Kopfes wird dieser unangenehme Schmerz verstärkt verspürt.


Wie unterscheidet man Nasennebenhöhlenentzündung von Schnupfen? Was hilft bei verstopfter Nase?

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Typische Beschwerden bei einer Nasennebenhöhlenentzündung sind:

  • eine verstopfte Nase und geschwollene Schleimhäute mit stark behinderter Nasenatmung - teilweise einhergehend mit einem Geruchs- und/ oder Geschmacksverlust
  • verstärkte Sekretproduktion: zunächst wässriges, später überwiegend zähes, teilweise eitriges, gelblich-grünes Sekret
  • dumpfer Druckkopfschmerz und Gesichtsschmerzen (im Oberkiefer, im Stirn- oder Augenbereich – je nach betroffener Nebenhöhle)
  • zunehmendes, starkes Druckgefühl beim Bücken bzw. beim tiefen Vorbeugen des Kopfes

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Vom Schnupfen zur Sinusitis

In der feuchtkalten  Jahreszeit ist sie allgegenwärtig, die Nasennebenhöhlenentzündung. Bei einigen Menschen tritt sie bei nahezu jedem grippalen Infekt begleitend auf. Andere sind dagegen nur hin und wieder davon betroffen und müssen nur selten den Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Besonders unangenehm wird es, wenn aus der akuten Form der Nasennebenhöhlenentzündung eine chronische Sinusitis wird. Dann kann, zumindest ohne Behandlung, die verstopfte Nase zum Dauerzustand werden. Von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung spricht man jedoch erst, wenn die Beschwerden über mehrere Monate hinweg nicht besser werden.

Die Ursachen für Nasennebenhöhlenentzündungen sind vielfältig und auch der Verlauf ist oft sehr unterschiedlich. Anatomische Besonderheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, Nasenpolypen oder auch eine allergische Veranlagung sind nur einige der Risikofaktoren, die bei der Entstehung einer Nebenhöhlenentzündung eine zusätzliche Rolle spielen können.

Klassischer Krankheitsverlauf einer Sinusitis

Im Rahmen eines grippalen Infekts entwickeln sich die charakteristischen Symptome einer akuten Entzündung der Nasennebenhöhlen meist folgendermaßen:

Es beginnt mit einem Schnupfen. Je zäher und dickflüssiger das Sekret wird, umso mehr macht die Nase dicht und die Atmung wird deutlich behindert. Möglicherweise ist jetzt auch bereits der Geruchs- und Geschmackssinn beeinträchtigt.

Der meist durch eine virale Infektion ausgelöste Schnupfen geht nun von der Nase auf die Nasennebenhöhlen über und führt dort zu einer Entzündung. Die Nebenhöhlen sind luftgefüllte Räume, die über die Schleimhäute mit der Nase verbunden sind. Es gibt mehrere dieser Räume: Stirnhöhle, Keilbeinhöhle, Kieferhöhle und die Siebbeinzellen. Durch die Verbindung kann sich die Entzündung so leicht über die Schleimhaut auf die angrenzenden Höhlen ausbreiten. Übertragen auf ein Wohnhaus sind sie wie benachbarte Zimmer mit offenen Türen dazwischen und die Schleimhäute wären in diesem Vergleich ein durchgängiger Teppich.

Schwierige Begriffe - einfach Erklärung

Deshalb wird bei ungünstigen Bedingungen aus einem banalen Schnupfen bzw. aus einer Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), schnell auch eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Medizinisch spricht man dann auch von der Rhinosinusitis, wenn die Entzündung beide Bereiche betrifft.


Weitere Erkältungssymptome sind möglich

Im Rahmen einer akut auftretenden Nasennebenhöhlenentzündung können sich auch Allgemeinsymptome wie Fieber und weitere Erkältungszeichen wie Niesreiz, Husten, Hals-, Zahn- und Ohrenschmerzen einstellen. Oft kommt es nach dem ersten Erkältungsschub mit Abgeschlagenheit und Fieber zu einer Besserung der Beschwerden, die sich kurz darauf aber wieder verschlimmern. Dies kann ein Hinweis dafür sein, dass sich aus einer ursprünglich viralen Erkrankung eine bakterielle Infektion entwickelt hat, die ggf. sogar antibiotisch behandelt werden muss.

Besonderheiten bei Kindern

Da die Nebenhöhlen bei Kindern noch nicht voll ausgebildet sind, kann eine akute Sinusitis sehr leicht auf die angrenzenden Augenhöhlen übergreifen. Zudem besteht vor allem bei Kleinkindern die Gefahr, dass das Eitersekret bis ins Mittelohr fließt und dort eine weitere Entzündung auslöst.


Wie Sie entzündete Nasennebenhöhlen lokalisieren können

Wenn Sie sich mit dem Finger leicht auf das Gesicht klopfen, empfinden Sie im Wangen-, Augen- oder Stirnbereich einen Druck- oder Klopfschmerz. Es kann auch an mehreren Stellen wehtun, je nachdem, welche der Nasennebenhöhlen bei Ihnen betroffen sind. Natürlich wird dies auch bei der ärztlichen Untersuchung geprüft.

Zur Lokalisierung dient auch ein leichter Schlag mit der flachen Hand auf den Hinterkopf (Vorsicht: Nicht übertreiben!). Mit diesem Impuls lösen Sie bei bestehender Sinusitis einen dumpfen, stechenden Schmerz in den flüssigkeitsgefüllten Nebenhöhlen aus. Normalerweise ist dieser im vorderen Kopfbereich zu verspüren.

Häufig sind bei einer Nasennebenhöhlenentzündung die Kieferhöhlen (Sinusitis maxillaris) und die Siebbeinzellen (Sinusitis ethmoidalis) betroffen, seltener die Stirn- oder Keilbeinhöhlen.

Hier finden Sie mehr zur Anatomie der Nase und Nasennebenhöhlen: Anatomie der Nase


Bildnachweise

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