Header Erkrankungen der Atemwege
Header Erkrankungen der Atemwege

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Was ist eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Bei der Nasennebenhöhlenentzündung oder einfach Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhaut in einer oder in mehreren Nasennebenhöhlen. Auslöser dafür können ganz verschiedene Ursachen sein, am häufigsten sind es Infektionserreger, allen voran Viren. In den meisten Fällen ist gleichzeitig auch die Schleimhaut in der Nase entzündet (Rhinitis). Deshalb wird medizinisch bevorzugt von der Rhinosinusitis gesprochen.

Schnupfen (infektiöse Rhinitis) und Sinusitis gehören nach heutiger Ansicht also fest zusammen. In der akuten Form ist damit auch die "Erkältung" gemeint, die jeden Erwachsenen schätzungsweise zwei- bis fünfmal pro Jahr erwischt und Schulkinder sogar doppelt so häufig. Pro Jahr stellen deutsche Ärzte die Diagnose einer akuten Rhinosinusitis über 6 Millionen Mal und die einer chronischen Rhinosinusitis über 2 Millionen Mal.


Was sind die Nasennebenhöhlen eigentlich?

Wenn man gesunde Nasennebenhöhlen hat, denkt man in der Regel nicht viel an sie. Denn normalerweise verrichten sie ihre Belüftungsaufgabe ja unbemerkt. Die Nebenhöhlen liegen als Hohlräume der Gesichtsknochen direkt zwischen der Nase und dem inneren Augenwinkel (Siebbeinzellen und weiter hinten die Keilbeinhöhle), seitlich der Nase (Kieferhöhlen) und oberhalb der Nasenwurzel (Stirnhöhlen).

Die Aufgabe der Nasennebenhöhlen ist dabei erstaunlicherweise noch gar nicht 100%ig geklärt. Mit der Stimmbildung, wie lange Zeit angenommen, haben sie nichts zu tun. Gängige heutige Lehrmeinung ist, dass die Nebenhöhlen vor allem für eine Belüftung der inneren Nase sorgen.

Übrigens sind die Nasennebenhöhlen nach der Geburt noch gar nicht voll ausgebildet. Es dauert bis zum Schulalter, bis alle oben genannten Abschnitte vorhanden sind. Deswegen bekommen kleine Kinder auch nur sehr selten eine Sinusitis.


Wie entsteht eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann einseitig oder beidseitig auftreten und jeweils eine oder mehrere Nebenhöhlen betreffen. Entsprechend können Sie die entzündeten Nasennebenhöhlen anhand Ihrer Beschwerden lokalisieren.

Der Klassiker und häufigste Fall der Nebenhöhlenentzündung ist eine akute Sinusitis der Kieferhöhlen, ausgelöst durch Schnupfenviren, die sich zuerst in der Nase breitgemacht haben. Übertragen werden diese Erkältungsviren meist durch Schmierinfektionen oder beim Husten und Niesen durch kleinste Tröpfchen.


Was sind typische Anzeichen?

Eine verstopfte Nase und drückende Kopfschmerzen sind typische Anzeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung. Vor allem tagsüber und bei anstrengenden Tätigkeiten schmerzt der Kopf, beim nach vorne Beugen wird es noch stärker. Denn beim Bücken sorgt die Schwerkraft in den entzündeten Nebenhöhlen für einen erhöhten Druck des angestauten Sekrets auf die gereizten Schleimhäute.


Von der verstopften Nase...

Die Symptome, die wir da spüren, sind eigentlich Abwehrreaktionen unseres Körpers: Die Schleimhäute in der Nase werden stärker durchblutet, schwellen an und bilden vermehrt zähes Sekret, um die Krankheitserreger wieder loszuwerden. Die Entzündung der Nasenschleimhaut macht sich in diesem Krankheitsstadium in Form eines Schnupfens mit dichter Nase bemerkbar.

Jetzt ergibt sich ein weiteres Problem: Durch die starke Schwellung der Nase kann das zähe Sekret nicht richtig aus ihr abfließen. Dadurch wird nicht nur die Nasenatmung behindert, sondern auch die Belüftung der Nasennebenhöhlen. Von denen gibt es, wie oben erwähnt, mehrere. Die paarig angelegten, mit Schleimhaut ausgekleideten und luftgefüllten Aussackungen stehen alle mit der Nasenhöhle in Verbindung.

... zum dumpfen Druckkopfschmerz

Der entstandene Sekretstau kann dazu führen, dass sich auch die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen entzünden und anschwellen. Das Geschehen wird eventuell sogar noch durch falsches Naseputzen unterstützt. Die Gefahr des Übergreifens einer Entzündung aus dem Nasen- oder Rachenraum steigt mit der Zeit und tatsächlich geht der Sinusitis meist ein Schnupfen oder eine Rachenentzündung (Pharyngitis) voraus.

Abhängig von der Ursache der Schleimhautentzündung können noch viele andere Beschwerden im Umfeld der akuten Rhinosinusitis auftreten, etwa Fieber, Husten, Heiserkeit und weitere typische Erkältungssymptome. Oder aber tränende, gerötete und juckende Augen bei einer allergischen Rhinitis. Diese als Heuschnupfen bekannte Allergie wird bei Erwachsenen mit Nasennebenhöhlenentzündung relativ häufig beobachtet.


Welche Rolle spielen Bakterien?

Bakterien sind übrigens nur selten an einer Nasennebenhöhlenentzündung beteiligt. Selten tun sie das in Form einer direkten, primären Infektion, sondern vor allem, indem sie den Viren als Eindringlinge nachfolgen (Super- bzw. Sekundärinfektion). Allerdings sind die bakterielle und die virale Infektion in den ersten Erkrankungstagen im Erscheinungsbild nicht voneinander zu unterscheiden. Halten die Symptome unvermindert länger als 7 Tage an, sind die Gesichtsschmerzen einseitig und ein eitriger Nasenausfluss ebenfalls, spricht das eher für eine bakterielle Sinusitis. Dann, und nur dann, kann eine Therapie mit Antibiotika sinnvoll sein.


Risikofaktoren und weitere Ursachen

Die Sinusitis-Erreger können übrigens auch beim Baden über die Nase in die Nebenhöhlen gelangen. Gelegentlich wandern die Übeltäter auch aus dem Zahnbereich im Oberkiefer ein, etwa bei einer Wurzelspitzeneiterung oder wenn nach dem Ziehen eines Zahns eine Verbindung (Fistel) zwischen Mundraum und Kieferhöhle entstanden ist.

Zu den anatomischen Besonderheiten, die eine Nasennebenhöhlenentzündung begünstigen können, zählen u.a.:

  • ein geschwächtes Immunsystem;
  • verlegte Nebenhöhleneingänge;
  • eine verbogene Nasenscheidewand;
  • vergrößerte Nasenmuscheln;
  • verengte Nebenhöhleneingänge.

Außer Erregern wie Viren, Bakterien und Pilzen können auch Allergien, Nasenpolypen, eine Schmerzmittelunverträglichkeit und weitere seltene Auslöser zu einer Nasennebenhöhlenentzündung führen. Das ist aber die Ausnahme.

Wichtig ist aber der Hinweis, dass sogar Medikamente zur Behandlung der verstopften Nase selbst zum Problem werden können: Abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen führen bei Dauergebrauch nicht selten zu einer reaktiven Verdickung der Schleimhäute und verschärfen dann die Situation, statt sie zu entspannen.


Aus akut kann chronisch werden - deshalb vorbeugen!

Noch ein wichtiger Punkt: Bei der Nebenhöhlenentzündung ist zwischen der akuten, kurzfristigen und der chronischen, dauerhaften Erkrankung zu unterscheiden. Aus einer akuten Rhinosinusitis kann sich eine chronische Rhinosinusitis entwickeln.

Mehrere akute Nasennebenhöhlenentzündungen hintereinander sind oftmals ein Auslöser für den Wechsel von akuter zu chronischer Form. Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung klingen die Beschwerden (bei entsprechender Behandlung) nach etwa ein bis zwei Wochen ab. Bei chronischen Formen dagegen kann sich eine Sinusitis über mehrere Monate hinziehen.

Dabei halten nicht nur die Beschwerden und das Komplikationsrisiko länger an, es wird auch mit den Heilungs- und Behandlungschancen immer schwieriger. Wirken Sie deshalb einem dauerhaften Fortbestehen (Chronifizierung) der Entzündung in Ihren Nasennebenhöhlen frühzeitig und energisch entgegen.


*Eine 4-fache Konzentration ist nicht gleichzusetzen mit der 4-fachen Wirksamkeit. Die 4-fache Konzentration bezieht sich auf Ø 720 mg eingesetzte Pflanzenmischung in Sinupret extract (entspricht 160 mg Trockenextrakt) im Vergleich zu 156 mg Pflanzenmischung in Sinupret forte, bzw. auf die die schleimlösende bzw. entzündungshemmende Eigenschaft mitbestimmenden Bioflavonoide.

 

 

Pflichtangaben

Pflichtangaben

Sinupret® extract • Bei akuten, unkomplizierten  Entzündungen der Nasennebenhöhlen (akute, unkomplizierte Rhinosinusitis).

Sinupret® forte, Sinupret®, Sinupret® Tropfen Bei akuten und chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Sinupret® Saft Zur Besserung der Beschwerden bei akuten Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Sinupret Tropfen enthält 19 % (V/V) Alkohol. Sinupret Saft enthält 8 % (V/V) Alkohol.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nur in der Apotheke erhältlich.

BIONORICA SE, 92308 Neumarkt
Mitvertrieb: PLANTAMED Arzneimittel GmbH, 92308 Neumarkt

Stand: 08|2016

ApothekenfinderErstattungErstattung
Ratgeber